Freddie erwacht im Müll, in dem er die Nacht verbracht hat, und spürt nur eines: Hunger. Doch er weigert sich, schon wieder zu töten. Seit 180 Jahren schleppt er seine vampirische Existenz mit sich herum, und jeder Tag fühlt sich mehr nach Qual als nach Leben an. Er hat alles versucht, um diesem Zustand zu entkommen: erfolglos.
Durch einen Zufall stolpert er dann in die Selbsthilfegruppe für Paranormale und diese Truppe ist so herrlich schräg, dass man unweigerlich grinsen muss.
Da wäre Charlie, ein ängstlicher Zombie, der nicht einmal weiß, dass er einer ist. Er lebt ausschließlich von Kaffee und wundert sich, warum er nie schläft. Agatha, ein Kind, das das Schicksal sieht. Eine Sirene, die Männer frisst. Und Izzy, eine vorlaute Punk-Hexe mit Zynismus im Blut, die allerdings nicht hexen kann. Über all dem schwebt Berni, der unsterbliche Gruppenleiter, der selbst im größten Chaos noch etwas Positives findet.
Als die Sirene Freddie später angreift und er sie besiegt, bringt ihm das nicht nur neue Erkenntnisse, sondern auch eine Unterkunft, inklusive geheimem Zimmer. Also bleibt ihm nichts anderes übrig, als zur Gruppe zurückzukehren und Antworten zu suchen. Charlie wiederum beschließt, dass man als Toter nicht arbeiten muss und da er plötzlich keine Geld und keine Bleibe mehr hat, zieht er kurzerhand in Freddies… nun ja… in die Wohnung der Sirene ein.
Damit geraten Ereignisse ins Rollen, mit denen niemand gerechnet hat . Außer vielleicht Agatha. Und da Izzy an der ganzen Misere nicht ganz unschuldig ist, müssen alle zusammen einen Weg finden, das Chaos zu beseitigen. Nebenbei steht auch noch die Rettung der ganzen Stadt im Raum.
Die Geschichte wird actionreich, gefährlich und voller überraschender Wendungen. Man wird regelrecht hineingezogen in den Strudel aus Geheimnissen und Plot Twists.
Freddie steckt in einem ständigen Zustand der Selbstgeißelung, seine trockenen Sprüche sind aber köstlich. Charlie ist süß, naiv und auf seine Art unglaublich liebenswert und durch ihn hat Freddie zum ersten Mal seit langer Zeit einen Grund, weiterzumachen. Charlies Vorlieben sind… sagen wir: ungewöhnlich.
Was zunächst skurril und urkomisch beginnt, entwickelt sich zu einer Geschichte, die man nicht mehr aus der Hand legen möchte, weil ein Ereignis das nächste jagt. Gleichzeitig geht es um tiefere Themen: den Kampf mit einem Leben, das man sich nicht ausgesucht hat, das Gefühl, ein Monster zu sein, anders zu sein und die Frage, wie weit man gehen würde, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Die Gruppe ist herrlich chaotisch, lustig und warmherzig. Aber Achtung: Die Geschichte kann Spuren von Blut und Gewalt enthalten! Sie ist großartig geschrieben, voller Situationskomik, trockenem Humor und so mitreißend, dass man immer weiterlesen möchte.
Von mir eine klare Leseempfehlung.